Modische Revolutionen
50er Kleidung ist mir das Liebste! Wer glaubt, das sei nur wenig Auswahl und lauter gleiche Sachen, der irrt sich. Ich habe die unterschiedlichsten Stücke schon zu Hause, für jeden Anlass etwas. Die 50er Kleidung ist ja so unterschiedlich – nie zuvor und nie danach hatte man so viel Auswahl, selbst zwischen einzelnen Stilrichtungen: „Wild und herb“ ist mir für private Anlässe am Allerliebsten. Beruflich aber erscheine ich immer gerne elegant. Das kommt auch sehr gut an, bei den Damen beide Stilrichtungen. Aber auch er Stil der Lederjacken aus dieser Zeit spricht mich mehr an, als viele der aktuellen Modelle. Es kommt dabei auch kaum etwas Neues auf den Markt. Es scheint ja sowieso, als könne sich jede Mode nur mehr wiederholen, weil zumindest im Ansatz schon alles einmal da war. Am Beispiel der Hosen: Oben eng, unten weit und umgekehrt. Ganz eng – ganz weit, okay. Das war es aber dann auch schon. Neue Neuheiten können sich doch nur mehr durch die Ausführungen und den Materialien ergeben, oder? Vielleicht kehrt man auch irgendwann wieder einmal zur Mode des Mittelalters zurück, warum nicht? Wenigstens müssen dann Männer, wie ich, nicht erzwungenermaßen immer das Haar kurz tragen. Gerne würde ich mich wie Brad Pitt in „Brave Heart“ geben, wenn ich ehrlich bin. Und mich fasziniert an der 50er Kleidung eben, dass in dieser Zeit alles neu war. Diese plötzliche Freiheit und Offenheit gegenüber allem Neuen finde ich schön. Ob Dean Martin oder James Dean – ich finde beim Stil von beiden Richtungen immer etwas für mich. Und fühle mich sehr wohl dabei und bekomme mein Outfit auch gut reflektiert.