Blogschreiber's Blog

Wed Oct 21

Die Klagewelle überrollte mich …

Da soll man dem Rechtswesen noch vertrauen, wenn man wegen jeder Kleinigkeit verklagt werden kann? Letztens erhielt ich eine Unterlassungsklage zugestellt. Danach sollte ich einer Nachbarin verboten haben, ihren Pkw vor der Haustür zu positionieren. Hm, ich habe selbst gar kein Auto und wüsste auch sonst keinen Grund, warum ich meiner Nachbarin verbieten sollte, ihren Wagen dort abzustellen. Naja, aber sie ist bekannt dafür, dass sie gerne mal Rechtsverfahren anstrebt und hierbei keine Rücksicht nimmt, wen sie da gerade verklagt. Glücklicherweise habe ich direkt einen perfekten Rechtsanwalt in Frankfurt gefunden, der sich dieser Sache angenommen hat. Mit einem Schreiben hatte ich das Ganze erledigt, er schrieb einfach den rechtlichen Interessensvertreter meiner Nachbarin an, bestritt die Behauptung, dass ich meiner Nachbarin das Parken vor der Haustür verboten haben solle und teilte zudem mit, dass ich selbst ja schließlich gar kein Auto besitze und der Parkplatz ja keine Behinderung vor der Haustür darstelle – wo also der Grund liegen solle, warum ich dieses „Verbot“ ausgesprochen habe. Der gegnerische Rechtsanwalt Frankfurt strebte eine Klage an, wonach es mir untersagt werden sollte, irgendwelche Verbote und Drohungen gegenüber meiner Nachbarin auszusprechen. Mein Anwalt Frankfurt wehrte diese Klage gekonnt noch vor der Einreichung durch den gegnerischen  Anwalt in Frankfurt ab. So soll es sein, also wenn das Nächste von meiner Nachbarin kommt, dann bin ich gewappnet und weiß sofort, wohin es mich verschlagen wird. Aufgrund der Tatsache, dass ich eine Rechtsschutzversicherung besitze und selbstverständlich genügend Aussicht auf Erfolg bestand, habe ich natürlich keinerlei Kosten für diese „Klageabwehr“ gehabt. Perfekt.